Lage am Gartower See

Das Einsatzgebiet der Kreisfeuerwehrbereitschaft Verden lag in den letzten Tagen in der Gemeinde Gartow, Landkreis Lüchow-Dannenberg. Der Wasserpegel des Gartower Sees schwoll infolge des Hochwassers der nahen Elbe bedrohlich an und bedrohte mehrere tieferliegende Ortschaften.

Der Wasserstand im See stand zeitweilen nur rund 30 Zentimeter unterhalb der Krone des Deiches, welcher das tieferliegende Gartow vor den Fluten schützt.
Ebenfalls wurden durch das Hochwasser eine Landstraße sowie eine Brücke bedroht, die jeweils wichtige Verbindungsstraßen darstellen. So stellt die Brücke zwischen Gartow und Quarnstedt die einzige noch nutzbare Verbindung zwischen Nord- und Südseite des Gartower Sees dar. Ähnliches gilt für die auf der Südseite verlaufende Landstraße L256, die bei einer Überflutung zu einem erheblichen Umweg für die Hilfskräfte geführt hätte.


Die blaue Fläche stellt in etwa das überflutete Gebiet dar. Die Wegpunkte markieren alle Einsatzstellen der Kreisfeuerwehrbereitschaft in der Gemeinde Gartow. (Stand: 11.06.2013 12:00 Uhr)
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Die Kreisfeuerwehrbereitschaft Verden wurde gleich am Sonntagnachmittag im Hochwassergebiet zur Verteidigung der Ortschaften und Straßen eingesetzt. In Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr Frankfurt wurde umgehend ein Notdeich entlang der L256 errichtet. Im Minutentakt lieferten Landwirte hängerweise Sandsäcke aus den umliegenden Sandsacklagern an. Des weiteren kam ein mobiles Dammsystem der Frankfurter Berufsfeuerwehr zum Einsatz.

Bis tief in die Nacht arbeiteten die Einsatzkräfte und das obwohl die meisten bereits seit früh morgens auf den Beinen waren. Erschwert wurde der Einsatz durch sommerliche Temperaturen sowie angriffslustige Mückenschwärme. Größere Schwierigkeiten bereiteten die Wegverhältnisse, da der zum Teil sehr aufgeweichte Boden nicht mit herkömmlichen Fahrzeugen befahren werden konnte. Ein geländegängiges Fahrzeug oder ein Krad hätte den Einsatz erheblich vereinfacht. Doch letztlich konnten durch den Einsatz der Kreisfeuerwehrbereitschaft Verden sowohl die Straßenverbindungen wie auch die Ortschaften vor den Wassermassen geschützt werden.

Die Pegelstände im Gartower See sind inzwischen leicht gefallen. Allerdings besteht die Gefahr, dass auffrischender Wind Wasser von der Elbe in den Gartower See drücken und so den Pegel wieder erhöhen kann.

Wasserstand an der Brücke zwischen Gartow und Quarnstedt.
 Wasserstand an der Brücke zwischen Gartow und Quarnstedt. – KFV/Köhler

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